Ignite – Elfmal gezündet

Für die Sprecher, Organisation und für die Technik sind Ignites eine Herausforderung. Fürs Publikum sind die 5-Minuten-Vorträge eine willkommene Abwechslung – köstliche Snacks, voller Überraschungen.

Am 53. Webmontag in der Brotfabrik in Frankfurt war wieder so eine Wundertüte.

Der Elch auf dem Tisch

"Der Elch auf dem Tisch" Christa Wessel am Webmontag Wmfra53Der Titel des ersten Ignite-Beitrags ist rätselhaft und er lässt schmunzeln. Mit den ersten Sätzen klärt Christa Weßel auf: es handelt sich um eine Metapher für Tabus, die sie in ihren Beratungsmandaten verwendet. Damit öffnet sie behutsam die Tür zu delikaten Themen wie Macht, Karriere, Beziehungen und Fehler. Der „Elch auf dem Tisch [Video]“ ist der Titel ihres Buches über Beratungskonzepte, das einen Einstieg und Überblick in die Welt des Consultings vermittelt.

Esperanto für Designer und Entwickler

Jens Weigel - Designvorbereitung fürs FrontendWieder um Kommunikation geht es im zweiten Ignite: „Designvorbereitung fürs Frontend [Video]“. Jens Weigel hat eine Idee mitgebracht: Mit einem „Icon-Font“ reden Entwickler und Designer nie mehr aneinander vorbei. Die bildliche Sprache der Grafikdesigner und „Entwickler-Talk“ können durch diesen gemeinsamen Code auf einen Nenner gebracht werden. Die Anforderungen: Open Source, keine Programm-spezifische Lösung, erweiterbar, von beiden Seiten lesbar und Maschinen-lesbar.

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Bitcoins – eine gefährliche Währung?

Schon allein durch das Ignite-Format zündete der 53. Webmontag Anfang Oktober ein inhaltliches Feuerwerk voller Überraschungen. Die elf „Fünf-Minuten-Vorträge“ wurden ergänzt durch den 20-Minuten- Vortrag „Something about Bitcoins [Video]“ eben weil Bitcoins ein komplexes System sind und damit sehr erklärungsbedürftig.

Wer kennt Bitcoins?

Immerhin: einige Arme gingen hoch, als Eric Sidibe die Frage ans Publikum stellte. Nur eine Handvoll blieb übrig als es um tatsächliche Besitzer ging und das bei rund 200 Anwesenden Personen, von denen in der Regel viele aus dem IT-Bereich kommen.

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Mobilität: Sharing ist die Zukunft

Eigentlich formulierte es Andreas Knie noch viel pointierter: „Persönliche Mobilitätsformen gehören enteignet. Und noch klarer „Alles was Eigentum ist, wird des Teufels sein.“ Eine radikale Einschätzung. Der Politikwissenschaftler und Soziologe blickte in seinem Vortrag Die Zukunft der Mobilität [Video] aufs Jahr 2020. Wir würden 50% unserer Primärenergie für den Verkehr ausgeben, wenn sich nichts ändert. Eine „Verkehrswende“ ist die logische Konsequenz. Vor allem müssten wir über das Auto nachdenken. Ich wusste nicht, dass schon heute rund 60% der 18-29jährigen kein eigenes Auto haben und damit eine „neue Form der Mobilität“ einläuten.

Abgefahren und Abgehoben

Prof. Andreas Knie beim Vortrag "Zukunft der Mobilität" am Webmontag in Frankfurt am 9. September 2013 in der Brotfabrik.
Zur Zukunft der Mobilität gehört, dass moderne Bahnkunden diverse Einzelsysteme vernetzt nutzen wollen, um sich fortzubewegen. Der Kunde wird wesentlich komplexer. Die digitale Welt unterstützt solche vernetzten Lösungen.

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Das Netz, die Gesellschaft und die Politik – die Videos zum #wmfra 51 „Neuland“

Webmontag Frankfurt, Schwerpunkt Neuland

Die beinahe täglich neuen Nachrichten über die Ausspähung des Internets durch NSA und andere Geheimdienste hat eine Diskussion entfacht über Datenschutz, digitale Bürgerrechte und Netzpolitik. Die Referenten auf dem Webmontag Frankfurt #51 „Neuland“ sprachen und diskutierten über die digitale Gesellschaft, das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit, Open Government, digitale Bürgerbeteiligung und Mittel zur digitalen Selbstverteidigung gegen Ausspähung. Hier geht’s zu den Videos der Vorträge und der Podiumsdiskussion.

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“Eat, Code, Sleep”?

Webmontag Frankfurt Schlüsselanhänger

Code! Programme! Software! Das war der Schwerpunkt des 50. Webmontags am 8. Juli in der Brotfabrik. Das Networking vor dem Programm fand früher als gewöhnlich statt. Schon rund eine Stunde vor dem ersten Vortrag wimmelte es im Hof der Brotfabrik – nicht von bleichgesichtigen Nerds – sondern von eifrig miteinander plaudernden …Männern. Ja, dieser Stereotyp wurde erfüllt – zum Jubiläums-Webmontag kamen gefühlt weniger Frauen als üblich.

Learn, Code, Enjoy!

Genau hier setzte Verena Brodbeck mit ihrem Vortrag „Besser spät als nie … vom Doc zum Coder“ (Video) an. Als Neurologin pflegte sie arbeitsintensive Excel-Sheets und sah einmal zufällig, wie elegant Software-Entwickler mit komplexen Daten umgehen. Das wollte Verena auch können. Mit Schwung widmete sie sich diesem Ziel. „Das Netz ist voller Ressourcen, um sich das Programmieren selbst beizubringen“, ermuntert sie die Zuhörer. Die Autodidaktin begann zu programmieren und stolperte bald darüber, dass sich so wenig Frauen und Mädchen dafür begeistern. „Was hält sie eigentlich vom Programmieren ab? Wahrscheinlich gar nichts, sie werden aber auch nicht dazu hingeführt.“ Genau das ist das Ziel der globalen non-profit Initiative „RailsGirls“. Regelmäßig veranstalten sie 1-2tägige kostenlose Workshops explizit für Mädchen. Ein Coach kümmert sich jeweils um 2-3 Teilnehmerinnen. So sind schnelle Erfolgserlebnisse sicher.

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Rückblick: Das Fernsehen entdeckt den Second Screen

Das Netz ist eine Konkurrenz für alte Medien wie das Fernsehen, vor allem aber eine Chance, neue, spannende Angebote zu erfinden: Zum Beispiel das so genannte Social TV. Die Idee dahinter: Wenn sowieso jeder das Smartphone oder das iPad neben dem Fernseher liegen hat – als zweiten Bildschirm, als Second Screen – kann man Fernsehen mit Social Media verknüpfen und zum Beispiel dem guten, alten
Sonntagabend-Tatort zu einem völlig neuen Erlebnis machen. Darüber hat Jan Eggers auf dem Medien-wmfra #48 berichtet.

Jan Eggers arbeitet beim Hessischen Rundfunk als Social Media Manager, ist aber
ausgebildeter Radio- und Fernsehjournalist. Schon deshalb fasziniert ihn die
Verknüpfung von Sendung und Netz. Etwas geekig zu sein schadet da nicht.

Weitere Beiträge zum Webmontag Frankfurt #48 – Medien:

Wie ein Fisch im Wasser – mein erster Webmontag Frankfurt

Ein Gastbeitrag von Astrid Schüler.

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Es lebe der Zufall – der hat mich zum Webmontag geführt. Schon seit Jahren hätte ich mir so eine Veranstaltung gewünscht. Wenn ich die Themen auf der Website sehe, beiße ich mir in den Allerwertesten, dass ich erst jetzt bei Euch gelandet bin.

Was habe ich erwartet? Ich wollte ein paar Vorträge hören und Leute kennen lernen, die genauso wie ich durch die digitale Welt streifen und deren Potential eher mehr als weniger nutzen wollen. Und genauso war es. Ich fühlte mich sofort wie ein Fisch im Wasser, plauderte drauflos und habe einige neue Kontakte geknüpft.

Dabei habe ich wesentlich mehr Neues gelernt, als ich es mir erträumt hatte…

Durch Frank Krings habe ich endlich verstanden, was Memes sind und wie kreativ, wie lustig, wie spielerisch der Umgang damit ist. Und dann schauten wir noch hinter die Kulissen einiger Sendeanstalten und lernten einige Projekte kennen, wie dort mit den neuen Medien umgegangen wird. Etliches war mir vollkommen neu. „Wie ein Fisch im Wasser – mein erster Webmontag Frankfurt“ weiterlesen

Rückblick: Can I Haz Memes?

Eigentlich hat es das immer schon gegeben: Hörensagen, Dinge, die man sich
weitererzählt oder gezeigt hat. Später dann die Mails, die im Büro rumgingen. Was man einfach gesehen haben muss. SLAT content nennen das die Briten: SLAT ist die
Abkürzung für „Shit, look at that“. Im Netz verbreitet sich Virales natürlich um ein
Vielfaches schneller, und je mehr wir uns über das Netz informieren, desto mehr spielt
auch die virale Verbreitung von Ideen eine Rolle. Wie sie funktionieren und über welche Hubs die Ideen reisen, hat Frank Krings auf dem Medien-wmfra #48 dargestellt.

Frank ist PR Manager der Frankfurter Buchmesse, Schwerpunkt Social
Web. Er twittert seit 2009 unter @book_fair für die Buchmesse, betreut u.a. das
Corporate Blog sowie die deutsche Fanpage. Seine Ziel: Als Firma nicht-langweilige
Inhalte ins Web schreiben, die auch verbreitet werden.

Weitere Beiträge zum Webmontag Frankfurt #48 – Medien:

Wer macht mit? Iron Blogger RheinMain: Kickoff-Treffen

In Berlin, Bonn, Hamburg, Kiel, Köln, Leipzig, München, Stuttgart, an Bodensee und Ruhr gibt es sie schon: Iron Blogger in Deutschland. Das sind Menschen, die sich gemeinsam verpflichten, eisern – d.h. ein Mal pro Woche – einen Beitrag auf ihrem Blog zu posten. Ute Mündlein macht bei den Iron Bloggern Stuttgart mit und hat in ihrem Vortrag beim Webmontag Frankfurt #48 über ihre Erfahrungen berichtet und einen Aufruf für unsere Region gestartet. Also:

Wer hat Lust, mit uns die Iron Blogger RheinMain zu gründen und dann regelmäßig jede Woche zu bloggen?

Das Kickoff-Treffen für alle, die mitmachen wollen, findet statt:

Schluderbremse – nach Regeln spielen

Iron Blogging ist bloggen nach Regeln. Diese Regeln helfen allen auf Trab, die vielleicht schon einen Blog haben, aber nur selten neue Beiträge veröffentlichen. Oder denen, die noch keinen Blog haben, weil sie noch etwas unsicher und unentschlossen sind. In Gemeinschaft mit anderen Iron Bloggern und mit der Selbstverpflichtung zum wöchentlichen Post, so die Erfahrung der eisenen Bloggerin Ute Mündlein, lösen sich Perfektionismus und Schreibhemmungen recht schnell auf. Mit der Zeit fänden sich Themen spontaner und der Schreibfluss werde auch besser. Und von dem Geld, das die Schreibfaulen in die gemeinsame Kasse zahlen, lässt sich gut gemeinsam feiern.

Das sind die vier wichtigsten Regeln des Iron Blogging:

  1. Du sollst einmal pro Woche bloggen.
  2. Du sollst 5 Euro Strafe zahlen, wenn du das nicht tust.
  3. Du sollst Spaß haben.
  4. Du kannst vier Wochen im Jahr ruh‘n. — 

(Wozu diese Regeln gut sind und wie sie funktionieren, erklärt Ute in ihrem Talk.)

Video: Sebastian Greiner

Weitere Beiträge zum Webmontag Frankfurt #48 – Medien:

Medium Zeichenstift: Der Webmontag in Bildern

Handgezeichnetes Titelbild (Quelle: http://storify.com/photostroller/48-webmontag )

Jungejunge. Da hatte der arme Seb gestern tüchtig zu kämpfen – unser Videomann musste die ganze Zeit zwischen seinem Streaming-Platz und der Bühne hin- und herflitzen. (Die Schuld gebe ich Microsoft – nicht nur, weil MS ja irgendwie an allem Übel des vergangenen PC-Zeitalters mitschuldig war, sondern weil sich die Mac-Version von Powerpoint fröhlich über die Bildschirm-Einstellungen des Betriebssystems hinwegsetzt – nächstes Mal wissen wir es besser.) Aber ihr, das großartige #wmfra-Publikum, habt auch die technischen Hakeleien ohne Murren durchsessen. Danke!

Handgezeichnetes Titelbild (Quelle: http://storify.com/photostroller/48-webmontag )

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, welche großartigen Menschen sich beim Frankfurter Webmontag einfinden, dann ist er nach dem Klick zu finden: der Abend in handgezeichneten digitalen Bildern – in einem Storify von @photostroller.

(NB: Mehr zum Rhein-Main-Iron Blogging demnächst hier.)
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