Engagement!

„Der kommende Webmontag entfernt sich von den üblichen Mustern. Anders als bei den letzten Events in und um Frankfurt, geht es an diesem Abend nicht um Selbstoptimierung, Modernisierung der Arbeit oder die Frage, wie ich noch mehr Klicks auf meine Seite bekomme. Diesmal werden Themen in den Fokus gerückt, die unsere Gesellschaft aktuell ganz real und direkt betreffen.” Weiterlesen

…so beschreibt unser Kollege Marvin auf HalloFrankfurt die Absicht hinter dem kommenden Webmontag. Das Thema des Abends ist das soziale Engagement, also die Bereitschaft, sich mit anderen zusammen für etwas einzusetzen, zu vernetzen und aktiv zu werden. “Wie kann ich selber aktiv werden?” – das ist eine zentrale Frage des Abends, und wird uns durch die folgenden Vorträge näher erläutert werden:

Wann und wo?

Los geht es am 16. November 2015 um 19:30 Uhr in der Brotfabrik Frankfurt – Einlass ab 19:00 Uhr!

Anmeldung

Anmelden könnt Ihr Euch bis zum Relaunch der Website über unser Anmeldeformular bei Xing, bei Facebook oder schreibt uns eine [sm mailto=”info@wmfra.de” txt=”E-Mail”]. Die Anmeldungen brauchen wir, damit wir die Besucherzahl abschätzen können. Am Eingang wird es wie immer ein Namensschild für jede*n Besucher*In geben. Wir freuen uns auf Euch!

[wmfraregister]

Der Ignite Frankfurt im September

Wer Präsentationen aus dem betrieblichen Umfeld gewohnt ist, wird sich vielleicht über unseren Vortragsmarathon im September wundern: 14 Referent_Innen, die uns innerhalb kurzer Zeit ihr Projekt präsentieren wollen – kann das gut gehen?

wmfra-ignite-600x464

Und ob das kann! Das Ignite Frankfurt Format gibt es jetzt schon seit einigen Jahren und wir haben es uns für September ins Programm geschrieben, weil wir das Format gerne mögen und es sich als praktisch erwiesen hat. Ein Ignite-Vortrag darf nämlich nur fünf Minuten lang sein UND die 20 – starren – Folienseiten bewegen sich alle 15 Sekunden weiter. 20 x 15 Sekunden ergeben 300 Sekunden. 5 Minuten, yo!

Dabei geht es uns natürlich nicht um den geilsten Pitch oder schön abzuliefern – dafür gibt es im RheinMain-Gebiet sicherlich noch andere Events. Nein, vielmehr möchten wir das bei uns sonst übliche Format von 15-18 Minuten Vortragsdauer wenigstens für einen Abend lang ablösen und damit aufzeigen, dass auch scheinbar langweilige PDFs viel Unterhahltungswert bieten.  Und gerade diese Vorgabe mit den starren Folienseiten ist die eigentliche Herausforderung beim Vortrag. Einfach ist das nicht. Aber unterhaltsam!

Und sonst so?

Für den Rest des Jahres haben wir natürlich wieder normale Webmontage geplant. Im Oktober widmen wir uns dem Schwerpunktthema Lesen ( „Bits, Bytes & Books”), im November feiern wir das 10jährige Webmontagsjubiläum in Deutschland und schauen uns die NGO-Landschaft online an. Im Dezember wird es dann mit einer Gadgetnight wieder schön nerdy. Und für 2016 möchten wir eine Mischung aus festen Themenabenden und bunten Vortragsabenden anbieten, die gerne auch immer technischer Natur sein dürfen (i.e. FrontEnd, Backend, Frameworks, usw.).

Und: wir arbeiten an einem Relaunch der Website, Techniker ist informiert.

Stay tuned & bis zum nächsten Webmontag!

[wmfraregister]

Der gesamte “Code is Poetry”-Abend auf YouTube

Der gestrige Webmontag Frankfurt #71 “Code is Poetry” ist online! Wenn ihr nicht dabei sein konntet, ist das die Gelegenheit noch mal alles “wie live” gucken zu können.

Moderator Benjamin Reitzammer führt euch durch den Abend mit spannenden Einblicken in die Demo-Szene, viel Retro-Feeling und Computer-Kunst. Es gibt eine Live-Musik-Coding-Performance on Stage. Und zum Schluss wurden wir wieder mit der harten Realität des Auftrags-Codings konfrontiert.

Es gibt auch echten Quelltext zu sehen. Den muss aber niemand verstehen, um dem Abend zu folgen und Spaß zu haben!

Die Videos der Einzelvorträge folgen in den nächsten Tagen.

Speakerin: Doris Aschenbrenner

dorisDoris Aschenbrenner ist Diplominformatikerin mit dem Schwerpunkt Robotik und arbeitet Vollzeit am außeruniversitären Forschungsinstitut Zentrum für Telematik in Würzburg. Sie bearbeitet „Industrie 4.0”-Projekte zur Fernwartung von Industrierobotern in der Produktion und schreibt zusätzlich ihre Doktorarbeit im Bereich Multi-Roboter-Systeme und Mensch-Roboter Kommunikation.

Doris ist außerdem netzpolitische Sprecherin der BayernSPD und Mitglied im digitalen Programmbeirat der SPD. Sie ist in vielen Verbänden, z.B. der GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft), dem DGB (Deutschen Gewerkschaftsbund) und den Falken aktiv und Mitglied im Vorstand des Bezirksjugendrings Unterfranken. Sie übt eine Jurytätigkeit bei Jugend Forscht, First Lego League und JuFinale aus und engagiert sich für Mädchen im MINT Bereich als „Cybermentorin”.

Privat singt sie im im Ensemble Chorioso, ist beim Chaos-Treff Würzburg Nerd2Nerd und im Fablab Würzburg anzutreffen oder spielt Ingress.

Auf dem Webmontag Digitalisierung/Disruption wird Doris der Frage nachgehen, ob Gesellschaft mit der totalen Digitalisierung zurecht kommt.

Der digitale Wandel hat mittlerweile die gesamte Gesellschaft erfasst. Neben Medienkompetenz für Schulkinder stellt sich immer mehr die Frage, ob nicht auch der Rest der Gesellschaft nicht noch mehr digitale Souveränität bräuchte.

Der Vortrag geht in amüsanter Weise auf verschiedene Handlungsfelder ein, die durch die rapide Einführung  von Internet und Computern entstehen und arbeitet die verschiedenen Baustellen heraus, an denen wir den Herausforderungen noch scheinbar hilflos gegenüber stehen.

Der Streifzug umfasst Beruf und Privates, Regierungshandeln und Umsetzungsvorschläge und schlängelt sich von Breitbandausbau bis digitaler Bildungspolitik durch verschiedene Politikfelder. Dabei stehen die Chancen der Digitalisierung im Vordergrund und es wird aktiv nach Lösungswegen gesucht.

Speaker: Gunnar Sohn

gunnarGunnar Sohn, Jahrgang 1961, ist Diplom-Volkswirt, Wirtschaftspublizist, Blogger bei ichsagmal.com, Moderator und Kolumnist.

Gunnar war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag und bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. Von 1990 bis 1992 leitete er das Bonner Büro des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Für uns wird er sich am kommenden Montag mit dem „Land der digitalen Bräsigkeit” beschäftigen und uns darüber berichten, wie wir uns den Weg in die vernetzte Ökonomie „versemmeln”.

 Wo bleiben die Impulse in Wirtschaft und Politik, um uns von der Anachronismen der untergegangenen Industriewirtschaft zu befreien, wie es der Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser in seinem Standardwerk „Deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1945” ausdrückt? Wo sind klare Konzepte für einen institutionellen Rahmen zu erkennen, um uns auf die Bedürfnisse der nachindustriellen Ära auszurichten?

Weder die wirtschaftlichen Eliten noch die öffentliche Meinung waren und sind sich der Realität bewusst, „dass schon Anfang der sechziger Jahre selbst bei stark rohstofforientierten Produzenten, wie der deutschen Großchemie, bis zu zwei Drittel der Wertschöpfung auf der Fähigkeit zur Anwendung von wissenschaftlich basierter Stoffumwandlungsprozesse beruhte”, schreibt Abelshauser in der erweiterten Auflage seines Opus.

Seit den neunziger Jahren sind mehr als 75 Prozent der Erwerbstätigen und ein ebenso hoher Prozentsatz der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung durch immaterielle und nachindustrielle Produktion entstanden. Die innere Uhr der politischen Entscheider ist immer noch auf die industrielle Produktion gepolt. Man merkt es an der wenig ambitionierten Digitalen Agenda der Bundesregierung, man erkennt es an den lausigen Akzenten, die in der Bildungspolitik gesetzt werden und man hört es bei den Sonntagsreden der Politiker, wenn es um Firmenansiedlungen geht. Es gibt keine Konzeption für eine vernetzte Ökonomie jenseits der industriellen Massenfertigung aus den Zeiten des Fordismus.

“Design vs. Funktionalität” – der Abend als Video

Der komplette Abend des Webmontag 68 “Design vs. Funktionalität” steht jetzt auf YouTube zum Gucken bereit. Nach allem Feedback, was wir erhalten haben, haben die fünf Speaker gute Arbeit geleistet und die knapp 200 Zuschauer in der Brotfabrik vorzüglich informiert und unterhalten.

Wer nicht dabei war, kann sich jetzt selbst überzeugen. Viel Spaß dabei! 🙂

Bei Risiken und Nebenwirkungen…

hilft nur noch ein Besuch des Webmontag #64 am 8.9.! Wie der Titel schon vermuten lässt, widmen wir uns diesmal dem Thema Gesundheitswesen und wie sich dieser Bereich durch das Netz verändert.

Unter dem Sammelbegriff »Healthcare 2.0« erörtert zunächst Frank Stratmann, wie Communities und Social Media das Gesundheitswesen verändern. Als Dozent, Referent, Fachjournalist und Marketingprofi geht es Frank Stratmann (@praxis2null) vor allem um eine offene Debatte über verbesserungswürdige Zustände im Gesundheitswesen.

wmfra64-InstagramDurch Bastian Greshake erhalten wir Einblick in das Thema Crowdsourcing im Gesundheitswesen:

Trotz der wissenschaftlichen und technischen Machbarkeit, Einblick in das eigene Erbgut zu bekommen, steckt die Humangenetik in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen – unter anderem, weil man für einen echten Erkenntnisgewinn oft riesige Datenmengen benötigt. Deshalb versucht openSNP das Erfolgsmodell Crowdsourcing auch in diesem Zweig der Wissenschaft anzuwenden: Dabei können Menschen, die ihr eigenes Genom bereits haben analysieren lassen, ihre Genom-Informationen unter dem Stichwort »open data« mit aller Welt teilen und so der Crowd ermöglichen, ihre eigenen Studien durchzuführen.

Mit Alexander Ihls bekommen wir von einer ganz anderen Seite Input: Der Senior Expert Medical IT von T-Systems plädiert mit seinem Vortrag »Gesundheit Digital!« für eine deutsche Gesundheitsakte. Er gibt einen Überblick über verschiedene nationale Strategien und Fortschritte zum Aufbau einer telemedizinischen Infrastruktur und zeigt das Potential einer entsprechenden Initiative für Deutschland auf.

»Über die Arztsuche und Herausforderungen in der Patientenakquise in Zeiten des Web« berichtet die Junior Online Marketing Managerin Sabrina Goethals (@goethalss). In ihrem Vortrag geht es sowohl um die Überforderung der arztsuchenden Patienten durch Menge und Vielfalt der Informationskanäle als auch um die Schwierigkeit der klugen Auswahl von Kommunikationsmitteln und -wegen auf der Anbieterseite.

Miriam Schulze widmet sich »Chancen und Besonderheiten« von »Medical Apps« und zeigt die Möglichkeiten am Beispiel des kürzlich von Apple vorgestellten HealthKit auf, das den medizinischen und Gesundheits-Apps unter iOS8 einen großen Schub geben wird. Sie gibt Einblick in die verfügbaren Funktionen sowie mögliche Einsatzgebiet, zeigt aber auch die Herausforderungen der Medical App-Entwicklung auf.

Wir freuen uns auf Euren Besuch am 8.9. in der Brotfabrik in Frankfurt Hausen. Weitere Infos findet Ihr auf der Programm-Seite.